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Grenzfeststellung

Bei einer Grenzfeststellung werden die im Liegenschaftskataster nachgewiesenen Grenzpunkte in die Örtlichkeit übertragen, amtlich festgestellt und in der Regel durch Grenzsteine, Eisenrohre oder spezielle Vermessungsmarken abgemarkt. Amtlich bereits festgestellte Grenzpunkte können bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen im Wege einer Amtlichen Grenzauskunft erneut in die Örtlichkeit übertragen werden.

1. Grenzfeststellung

Grenzfeststellung 1Eine Amtliche Grenzfeststellung liefert Rechtssicherheit bei unklaren oder strittigen Grenzverläufen, insbesondere wenn die Grenzpunkte noch nicht amtlich festgestellt und abgemarkt wurden, die Abmarkungen fehlen, nicht sichtbar sind oder schief stehen. Ist bei Bauvorhaben eine Grenzbebauung geplant oder sind bestimmte Grenzabstände einzuhalten, sollte die Lage der örtlichen Grenzepunkte mit dem Zahlennachweis des Liegenschaftskatasters überprüft sein. Auch beim Erwerb eines Grundstücks kann es ratsam sein, eine Grenzfeststellung durchführen zu lassen, so dass der Grenzverlauf für den Erwerber und den Grundstücksnachbarn frühzeitig geklärt ist.

2. Amtliche Grenzauskunft

Bei der Amtlichen Grenzauskunft werden bereits amtlich festgestellte Grenzpunkte erneut in die Örtlichkeit übertragen, z.Bsp. wenn Grenzmarken fehlen, nicht sichtbar sind oder Zweifel an Ihrer richtigen Lage bestehen.

Die Amtliche Grenzauskunft ist nur möglich, wenn

  • die Grenzpunkte bereits amtlich festgestellt wurden,
  • die amtliche Feststellung der Grenzpunkte nach den neuesten Qualitätsanforderungen (Genauigkeiten) ausgeführt worden sind (gilt in der Regel für Vermessungen nach 1985).

Vorteile der Amtlichen Grenzauskunft:

  • kostengünstiger als eine Grenzfeststellung.

Nachteile der Amtlichen Grenzauskunft:

  • keine dauerhafte Abmarkung der Grenzpunkte,
  • keine amtlliche Feststellung der Grenzen / Grenzpunkte, keine Beteiligung der Grenznachbarn, daher ungeeignet zur Beseitigung von Grenzstreitigkeiten.

Fluchtstab 1Ablauf einer Grenzfeststellung oder einer Amtlichen Grenzauskunft: 

  • vor bzw. bei Auftragserteilung eingehende kostenlose Beratung und auf Wunsch Erstellung einer Kostenschätzung auf der Grundlage
    der amtlichen Kostenordnung,
  • Beschaffung von Vermessungsunterlagen aus dem Archiv,
  • örtliche Vermessung, im Normalfall ca. 2 Wochen nach Auftragserteilung, in dringenden Fällen auch innerhalb weniger Tage,
  • amtlicher Grenztermin (entfällt bei Amtlicher Grenzauskunft),
  • Häusliche Aufbereitung der Vermessung (vermessungstechnische Auswertung, Überwachung der gesetzlichen Fristen,
    Fortführung der Verwaltungsangaben zum Flurstück, abschließende Qualitätskontrolle),
  • Einreichen der Vermessungsschriften zur Archivierung bei der Katasterverwaltung,
  • Kostenberechnung und Leistungsbescheid.

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