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Grundstücksvermessung 

Grundstuecksvermessung 1Dies ist die klassische Variante der Flurstücksbildung durch Zerlegung. Vor Ort werden die neuen und auf Wunsch auch die alten Grenzpunkte des Flurstücks ermittelt (auf ihre Lagerichtigkeit überprüft). Alte und neue Grenzpunkte werden auf Antrag durch Vermessungszeichen (Grenzsteine, Eisenrohre, spezielle Vermessungsmarken) abgemarkt. Weiterhin wird in der Regel vor Ort ein Grenztermin mit allen im Verwaltungsverfahren anzuhörenden Beteiligten (Eigentümer, ggf.  Erwerber und den beteiligten Nachbarn) durchgeführt. Durch die örtliche Überprüfung, die Abmarkung  und die Einweisung bei der örtlichen Vermessung und beim Grenztermin erhalten Sie vor allem bei geplanten Bauvorhaben eine hohe Rechtssicherheit über die Lage der Flurstücksgrenzen in der Örtlichkeit.

2. Flurstückszerlegung  ohne  örtliche Vermessung (Sonderung)

Seit 1996 ist die Sonderung nicht nur in bestimmten Sonderfällen sondern als Standardverfahren zur Flurstücksbildung zulässig, sofern

  • die Lage der neuen Grenzen im Antrag eindeutig vorgegeben ist (etwa durch Abstände bzw. parallele Breiten von alten Grenzen oder von Gebäuden),
  • die alten Grenzen, in denen die neuen Grenzpunkte eingerechnet werden, bereits amtlich festgestellt worden sind,
  • die alten Grenzen nach den neuesten Qualitätsanforderungen (Genauigkeiten) vermessen sind (gilt in der Regel für Vermessungen nach 1985).

Diese Voraussetzungen müssen durch die ausführende Vermessungsstelle im Einzelfall geprüft werden.

Vorteile der Sonderung:

  • schneller, weil keine formelle Anhörung der Beteiligten notwengig ist und somit keine Rechtsmittelfristen abzuwarten sind,
  • geringere Kosten, allerdings nur dann, wenn die Grenzen auch in Zukunft nicht in die Örtlichkeit übertragen werden sollen.

Nachteile der Sonderung:

  • keine Übertragung der bestehenden und der neuen Grenzen in die Örtlichkeit,
  • keine amtliche Feststellung der Grenzpunkte,
  • keine Abmarkung der Grenzpunkte,
  • kein örtliche Anzeige des Grenzverlaufs durch die Vermessungsstelle.

Fluchtstab 1Ablauf einer Zerlegung

  • vor bzw. bei Auftragserteilung eingehende kostenlose Beratung und auf Wunsch Erstellung einer Kostenschätzung auf der Grundlage der amtlichen Kostenordnung,
  • Beschaffung von Vermessungsunterlagen aus dem Archiv,
  • je nach Einzelfall Kontaktaufnahme zu Architekten, Notaren, Planungsbüros, Bau- und Liegenschaftsämtern bezüglich notwendiger Genehmigungen, Planungsunterlagen und/oder Verträgen,
  • ggf. Berechnung von Aufteilungsvorschlägen,
  • örtliche Vermessung (entfällt bei der Sonderung),
  • örtlicher Grenztermin mit Anhörung der Beteiligten (entfällt bei der Sonderung),
  • häusliche Aufbereitung der Vermessung (Endgültige Berechnung der Flächen und Koordinaten, Überwachung der gesetzlichen Fristen, Fortführung der Verwaltungsangaben zum Flurstück, abschließende Qualitätskontrolle),
  • Einreichen der Vermessungsschriften zur Eintragung in das Liegenschaftskataster,
  • Kostenberechnung und Leistungsbescheid,
  • nach erfolgter Eintragung in das Liegenschaftskataster erfolgt die Übersendung der für die Umschreibung im Grundbuch notwendigen Fortführungsmitteilungen an den Auftraggeber und den Eigentümer(n).

Die Gesamtdauer von Auftragserteilung bis zum Vorliegen der Fortführungsmitteilung beträgt:

  • ca. 7 bis 12 Wochen bei der Zerlegung mit örtlicher Vermessung je nachdem ob alle Rechtsmittelverzichte zum Grenztermin vorzeitig vorliegen oder ob die Rechtsnmittelfrist von einem Monat abgewartet werden muss,
  • ca. 5 Wochen bei der Zerlegung durch Sonderung.

3. Flurstücksverschmelzung

Aus unterschiedllichen Gründen (z.Bsp. aufgrund baurechtlicher Vorgaben) kann es notwendig werden, Flurstücke zu verschmelzen.

Voraussetzungen für die Verschmelzung:

  • die Flurstücke bilden ein Grundstück (Eintragung unter einer laufender Nummer im Grundbuch). Ansonsten müssen die Grundstücke zuvor vereinigt werden. Voraussetzung hierfür ist wiederum, dass das die Abteilung II und III im Grundbuch nicht oder mit gleichen Rechten belastet sind,
  • die Flurstücke liegen örtlich zusammen,
  • die Zustimmung des Grundbuchamt.

Da es auch im Interesse der Allgemeinheit ist, die Anzahl der Flurstücke und Grundstücke gering zu halten (Reduzierung des Verwaltungsaufwandes), ist die Verschmelzung von Flurstücken kostenfrei.

Sowohl die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure als auch die Katasterverwaltung berät Sie und nimmt die Anträge entgegen.

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