Navigationspfad anzeigen

Der ÖbVI

Der (die) Öffentlich bestellte  Vermessungsingenieur(in)
Landmesser - Liegenschaftsingenieur(in) - Freie(r)  Unternehmer(in)
 
OebVI Karl
 
 (Video ÖbVI Karl - ein Klick auf das Bild genügt)

In Niedersachsen sind die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure(innen) (ÖbVI) Träger eines öffentlichen Amtes.

Wappen NiedersachsenAls beliehene Freiberufler hat der Staat ihnen hoheitliche Aufgaben übertragen, so dass die ÖbVI Behörden in funktionalem Sinne sind. Neben allen Vermessungen im Liegenschaftskataster sind die ÖbVI befugt, weitere öffentlich - rechtliche Dienst-leistungen auszuführen, die Ihnen durch verschiedene Bundes- und Landesgesetze übertragen werden. Die Tätigkeit als ÖbVI erfordert neben einer langjährigen Ausbildung die Bestellung durch das Niedersächsächsische Innenministerium, das als Aufsichtsbehörde regelmäßig die Amtstätigkeit überprüft. Gesetzliche Grundlagen der hoheitlichen Tätigkeiten sind im wesentlichen die Berufsordnung und das Vermessungs- und Katastergesetz.


Weiterhin umfassen die Tätigkeiten der ÖbVI den gesamten Bereich der Ingenieurvermessung, der Geoinformation, des Landmanagements sowie der Grundstücksbewertung.

Ingenieurkammer LogoDie beiden Gesellschafter der Sozietät, Dipl.Ing. Thomas und Dipl.Ing. Splonskowski, sind als Beratende Ingenieure bei der Ingenieurkammer Niedersachsen in der Liste der Beratenden Ingenieure eingetragen. Die Bezeichnung "Beratender Ingenieur" ist eine nach dem Nds. Ingenieurgesetz geschützte Berufsbezeichnung und erfordert unter anderem eine 5-jährige eigenverantwortliche Ingenieurtätigkeit sowie eine Prüfung der Fachkenntnisse durch die Ingenieurkammer.

 

Kurze Geschichte des Berufsstandes ÖbVI

Der Berufsstand der ÖbVI geht zurück bis in das 18. Jahrhundert. Dort war der "vereidete Landmesser" als beliehener selbstständiger Unternehmer vor allem bei Vermessungen im Rahmen von  Gemeinheitsteilungen und Verkopplungen (den heutigen Flurbereinigungen) tätig.

Vermessung Geschichte OebVIMitte des 19. Jahrhunderts kam als Aufgabenschwerpunkt die Neuvermessungen bei der Einführung der allgemeinen Grundsteuer hinzu. Erst zu diesem Zeitpunkt entstanden im übrigen die Katasterämter, die zunächst nur für die Erhebung der Grundsteuer zuständig waren.
Nach Inkrafttreten der Grundbuchordnung im Jahr 1872 (in Preueßen) und des BGB im Jahre 1900 diente das Liegenschaftskataster als amtlicher Nachweis der Liegenschaften im Sinne der Grundbuchordnung. Neben der gerechten Besteuerung des Grund und Bodens war nunmehr die Eigentumssicherung die zweite Hauptaufgabe des Liegenschaftskatasters.

Mit dem Wiederaufbau nach dem 2.Weltkrieg und vor allem nach Einführung des Bundesbaugesetzes im Jahr 1960 diente das Liegenschafts-kataster mit Liegenschaftskarte und Liegenschaftsbuch als Grundlage für die Bauleitplanung und für das Baugenehmigungsverfahren (amtlicher Lageplan).

Bei der Einführung von neuen Techniken wie z. Bsp.

  • erste praxisreife elektronische Rechenanlagen (ab ca. 1960)
  • elektronische Tachymeter (ab ca.1965)
  • Geographische Informationssysteme (GIS) (ab ca.1980)
  • satellitengestützte Vermessungen (GPS) mit Genauigkeiten von 2 - 5 Zentimeter (ab ca. 1990)
  • 3D Laserscanning (ab ca. 2000)
  • Photogrammetrische UAV (unmanned aerial vehicle) Vermessungen mit Multicoptern (ab ca. 2013)

 standen und stehen die ÖbVI immer an vorderster Stelle.

Copyright 2019 ÖbVI Dipl. Ing. D. Thomas und Dipl.Ing. J. Splonskowski, 26603 Aurich - Impressum - Datenschutz